Die Verbindung von Zuverlässigkeit und Flexibilität – Prüfung von Composites bis 600 kN mit ZwickRoell
Composite ist ein Faserverbundwerkstoff aus zwei Materialien: den Fasern und dem Bindemittel, das die Fasern zusammenhält. So umfangreich die Einsatzmöglichkeiten von Composite sind, so vielfältig sind auch die Prüfungen des Materials.
Um Gewicht einzusparen wird Composite oft im Flugzeug- oder Fahrzeugbau eingesetzt. Hier muss das Material extremen Temperaturen standhalten. Daher werden auch Zugversuche und Druckversuche bei Temperaturen von -60 °C bis +350 °C durchgeführt. Die Prüftechnik zur Erfüllung internationaler Prüfnormen kommt von ZwickRoell.
Südkorea hat nationale Prüfinstitute, die für die Prüfung unterschiedlichster Werkstoffe zuständig sind. Unser Kunde Gyeongnam Technopark ist ein Prüfinstitut, das für die Prüfung von Composite spezialisiert ist. Bisher konnte das Prüfinstitut vor allem Prüfungen im unteren Kraftbereich durchführen.
Mithilfe einer staatlichen Förderung baute Gyeongnam Technopark seine Prüfkompetenz weiter aus und ist nun in der Lage, auch für größere Prüfkräfte bis 600 kN eine Prüflösung anzubieten.
Die Material-Prüfmaschinen Z600E und Z100 von ZwickRoell ermöglichen dem Prüfinstitut, Prüfungen an Composite-Werkstoffen nach bekannten internationalen Normen durchzuführen. Passende Prüfwerkzeuge erlauben vielfältige und flexible Einsatzmöglichkeiten.
Prüfungen von Composites
Zugversuche an Composite werden nach unterschiedlichen Normen durchgeführt, beispielsweise ASTM D3039-17, ISO 527-4, ASTM D3552-17, ASTM D5766 -11 oder ASTM D6742-17. Zu beachten ist hier u.a. die Festigkeit des Materials oder die Probenform. Manche Zugproben werden vorgeschädigt (Open Hole) oder es werden gelochte Proben mit Schrauben verwendet (Filled Hole).
Druckversuche werden beispielsweise nach den Normen ISO 14126, AITM 1.008, ASTM D6641, ASTM D6484 oder ASTM D7137 (CAI) durchgeführt. Auch bei den Druckversuchen variiert die Form der Probe.
Spezielle Prüfwerkzeuge können einfach und schnell in den hydraulisch parallel schließenden Probenhaltern positioniert werden. Eine Ausrichteinheit garantiert das exakte Einlegen der Probe. Die Temperierkammer sorgt für eine homogene und stabile Prüftemperatur von -60 °C bis +350 °C. Zur Ermittlung der Längenänderung kommt der Fühler-Extensometer makroXtens oder der optische Extensometer videoXtens zum Einsatz.